Alles begann im Frühling 2007. Mit dem Umzug vom Rafzerfeld ins Sihltal und direkt gegenüber vom Hallen- und Freibad sowie dem Fitness-Center Pitsch war der Grundstein gelegt.

Sogleich das Jahresabo gekauft und mit dem Fitness-Trainer ein Probetraining abgemacht. Dann wurde munter mit dem Gesamtkörper-Workout drauflos trainiert — zweimal in der Woche, dass reichte vorerst.
Hätte dies meine ehemalige Sportlehrerin gesehen, wäre diese vor Schreck umgefallen. Ich war zu Schulzeiten einer der unsportlichsten Menschen überhaupt — beim 12′-Lauf lief ich wahrscheinlich sogar noch rückwärts und die halbwegs gute Note erklärte sich nur dadurch, dass ich ein fairer und teamfähiger Spieler war.

Der Enthusiasmus legte sich dann bald und ich ging nur noch sporadisch ins Training. Dann kam der Auszug von zu Hause nach Oerlikon in eine WG. Meine sportlichen Tätigkeiten stellte ich dort komplett ein. Ich wurde faul und träge.
Dank der gesunden Ernährung die ich von zu Hause mitbekommen habe und auch bis heute beibehalte, hielt ich aber mein Gewicht und meine Figur einigermassen.

Nach 2 Jahren in Oerlikon folgte der Wechsel zurück ins Sihltal.

Ich suchte mir einen Ausgleich zu meiner Schichtarbeit und fand diesen sogleich wieder im Fitness. Ich hatte es satt, immer der kleine Mäggerlimuck von Nebenan zu sein. So beschlossen ich und meine Freunde ein Jahres-Abo im gleichen Fitness-Center zu lösen, indem ich früher schon war. Ein Probetraining später wurde wieder zweimal pro Woche voll in die Eisen gehauen und der ganze Körper wieder an die Belastung durch Gewichte gewöhnt.

In einem halben Jahr konnte ich mich wieder auf mein früheriges Level hocharbeiten. Der Winter kam und damit eine neue Beziehung. Naja, diese hielt nicht wirklich lange und nach der Trennung staute sich sehr viel Wut, Trauer, Hass an. Das alles musste irgendwo raus, also fing ich mit Joggen an. Ich rannte, rannte und rannte — scheissegal ob es draussen -10° oder nass war — hauptsache Dampf ablassen. Mein Hüftumfang wurde innert Wochen kleiner und mein Bierbäuchlein schrumpfte, sodass ich gezwungen war, neue Hosen zu kaufen, da die alten im Bund zu locker wurden.

Dies gab mir noch einen zusätzlichen Motivationsschub — wenn es möglich war, so schnell was an seinem Körper zu verändern, wie würden die Muskel dann auf eine derartige Änderung reagieren?!

Also steht ab sofort 3 Tage in der Woche der Besuch im Fitnessstudio auf der Tagesordnung. Der Gesamtkörper-Trainingsplan splittete ich auf zwei Trainingseinheiten auf. Tag 1 wird Brust, Schulter und Trizeps trainiert und am Tag 2 steht Beine, Rücken und Bizeps auf dem Plan und am Tag 3 beginne ich wieder von vorne. Der Bauch wird jedes Mal trainiert, mit dem Ziel irgendwann einmal ein Sixpack zu erhalten. Somit erhält jede Muskelgruppe genügend Zeit zum sich regenerieren — es wird von 48h Regenerationszeit ausgegangen — und zu wachsen, denn die Muskeln erhalten im Training ja den Wachstumsreiz und wachsen in der Ruhephase.

Wenn mir danach ist, häng ich an einem zusätzlichen Tag wahlweise noch eine Cardio-Einheit H.I.T.T-Joggen (was das genau ist, erklär ich hier), Schwimmen oder Inline-Skaten rein.

Seit ich regelmässig Sport treibe, fühle ich mich fitter und ausgeglichener. Wenn mich irgendetwas aufregt, nutze ich die Gewichte als Ventil und haue meine angestauten Emotionen in die Eisen. Auch das Selbstbewusstsein erhöht sich — man wird zufriedener mit seinem Aussehen. Sogar die Körperhaltung wird positiv beeinflusst, früher lief ich wie ein Sack Kartoffeln rum — heute ist eine aufrechte Haltung normal.

So gestaltete sich mein Einstieg ins Fitness. Ich werde hier weiterhin über meine Erfahrungen bloggen und immer wiedermal einige Tipps & Tricks im Bereich Fitness, aber auch im Alltag verraten.

Euer kl@cked!