DVD & Blu-Ray war gestern – DMA (Digital Media Adapter) heisst die Zukunft.

Was kann denn dieses Ding? Das DMA ist ein Gerät, welches die Verbindung zwischen TV und/oder Stereoanlage und dem Heimnetzwerk herstellt.

Neue TV’s haben diese sogenannte Smart TV-Technologie meist bereits integriert.

Ich besitze unterdessen weit über 1 Terabyte an Filme & Serien, welche auf dem NAS (= Network Attached Storage, also eine externe Festplatte die am Heimnetzwerk angeschlossen ist) gespeichert und somit unabhängig davon, ob mein PC eingeschalten ist, abrufbar sind. Mein TV ist ebenfalls mit der obengenannten Smart-TV-Technologie ausgestattet.

Also warum ein eigenständigen DMA kaufen?

Ganz einfach — viele TV’s, darunter auch meiner, unterstützen das Dateiformat .mkv nicht. Dieses Videoformat wird aber, vor allem bei HD-Filmen die ich per Rapidshare downloade, sehr häufig verwendet. Zudem ist, zumindest bei meinem TV, die Navigation in grösseren Videotheken eher mühsam und zeitaufwendig.

Um mir die Mühe vom Konvertieren der Filme auf ein unterstütztes Videoformat zu ersparen, griff ich also zu einem DMA. Genauer gesagt der Popcorn Hour A-300.

Die schicke, kleine Box für knapp 300 CHF ist eine wahre Wundertüte.

Sie unterstütz jeden nur erdenklichen Video- und Audioformat. Dank dem eingebauten Prozessor und dem Gigabit-Ethernetanschluss (WiFi per USB-Stick nachrüstbar) werden auch Full-HD Filme im vollen 1080p-Format ruckelfrei wiedergegeben. Auch der Sound wird entweder analog oder digital (Dolby Surround und DTS lassen freundlich grüssen) ohne Macken wiedergegeben.

Es besteht auch die Möglichkeit, separate Untertitel einblenden zu lassen. Dies ist vor allem dann nützlich, wenn Serien die aktuell nur in Englisch erhältlich sind angeschaut werden und man der Englischen Sprachen nicht so mächtig ist.

Einfach hier (kostenlose Registrierung erforderlich) die Subtitle-Datei (.srt) für die gewünschte Serie und Folge herunterladen, gleich wie das Video-File benennen und schon erkennt die Popi die Untertitel.

Auch die Navigation ist sehr übersichtlich gehalten. Man kann zwischen der klassischen Ordnerstruktur (Windows Explorer like) oder der modernen Video-Wand (Networked Media Jukebox) auswählen.

Bei der Erstellung der digitalen Videotek holt sich die Popi für jeden Film Informationen direkt vom Netz. Diese werden benötigt um die Filme beispielsweise nach Genre zu sortieren.

Zudem können im integrierten App-Store diverse zusätzlichen, kostenlose Apps wie Youtube, Facebook, Twitter, diverse Videoportale und sogar Games heruntergeladen werden.

Wem die Bedienung via Fernbedienung zu altmodisch erscheint, kann sich die Popcorn Hour Remote Control App für sein Android— oder iPhone herunterladen. Die Bedienung via Smartphone ist sehr angenehm und läuft praktisch verzögerungsfrei.

Einziger Wermutstropfen:

Da lediglich ein kleiner Flash-Speicher für das Betriebssystem eingebaut ist, muss hier eine zusätzliche Festplatte dazu gekauft werden. Entweder man kauft eine USB-Festplatte, welche sich dann über den 3.0 USB-In-Port anschliessen lässt oder es wird direkt eine SATA-Festplatte (= Standard-Computerfestplatte) in die vorhandene Buchse eingebaut. Anschliessend kann die Popi dann aber auch als NAS fungieren und steht somit als zusätzlicher Netzwerkspeicher zu Verfügung. Ich persönlich komme mit einem 32-GB grossen USB-Stick prima zurecht.

FAZIT

Für den, der sich das Kino-Feeling nach Hause holen will, ist die Popcorn-Hour genau das Richtige.

Ein gewisses Technik-Grundwissen sollte aber vorhanden sein, damit die Inbetriebnahme problemlos funktioniert. Ansonsten gebe ich gerne Hilfestellung 😉

Übrigens — wem die Popcorn Hour A-300 zu teuer ist, kann für ca. 100 CHF weniger seinen kleinen Bruder (Popcorn Hour A-210) kaufen.